03 03.2015

Jugendfeuerwehr sinnvolles und attraktives Hobby

Die Jugendfeuerwehr Fischingen streckt ihre Fühler aus und setzt verstärkt auf Mitgliederwerbung. Das Eintrittsalter wurde auf acht Jahre herabgesenkt. Organisatorisch, fachlich und ideell ist die Jugendfeuerwehr sehr gut aufgestellt. Jugendwart Florian Krebs und dessen Stellvertreter Manuel Osswald wurden für ihr herausragendes Engagement bei der Generalversammlung der Fischinger Feuerwehr gewürdigt. Kreisjugendwart Sven Herfort überreichte ihnen im Namen des Jugendfeuerwehr-Verbands Baden-Württemberg die Ehrennadel in Silber. Florian Krebs und Manuel Osswald waren 1999 in die Jugendfeuerwehr Fischingen eingetreten, wechselten 2005 in die Aktivwehr und absolvierten mehrere Ausbildungen, darunter auch jene zum Jugendleiter. Fünf Jungen und zwei Mädchen zählen derzeit zur Jugendwehr. Neben den Jugendwarten Florian Krebs und Manuel Osswald gehören Aron Brunner und Kevin Weiss zum verlässlichen Betreuerteam. Ein kindgerechtes, spielerisches Heranführen an die Aufgaben einer Feuerwehr und Übungen, aber auch gemeinsame Freizeitaktivitäten wie Zeltlager und Ausflüge, machen die Jugendfeuerwehr zu einem sinnvollen und attraktiven Hobby. Da viele Kinder im Alter von zehn Jahren jedoch, dem bisherigen Mindestalter für den Eintritt in die Jugendfeuerwehr, schon die weiterführenden Schulen besuchen und zeitlich zu sehr eingespannt sind, um sich noch für einen neuen Verein zu interessieren, habe man sich überlegt, das Alter auf acht Jahre herabzusenken, erklärte Jugendwart Florian Krebs: „Wir müssen sie vorher schnappen und sie für die Feuerwehr begeistern.“ Am 19. April wird ein Tag der offenen Tür veranstaltet, um interessierten Kindern einen Einblick in die Aufgabenfelder und Aktivitäten der Feuerwehr zu geben. Der Schwerpunkt der Mitgliederwerbung liegt klar auf der Jugendfeuerwehr, aber auch Erwachsene sollen sich vom Tag der offenen Tür angesprochen fühlen. „Unsere Jugendfeuerwehr ist mächtig agil und entwickelt sich hervorragend“, lobte Bürgermeister Axel Moick. Die Schwankungen der Mitgliederzahlen seien indes normal und kein Grund zur Sorge, da hierbei auch die Abwanderungen in die Aktivwehr berücksichtigt werden müssten, und junge Leute wegen Schule und Ausbildung auch mal wegfielen. Schon beim Neujahrsempfang habe er einige positive Rückmeldungen auf die Herabsenkung des Eintrittsalters erhalten, sagte Kommandant Harald Lehmann. „Der eine oder andere Papa hat signalisiert, dass er auch Lust hätte, bei der Feuerwehr mitzumachen, wenn sein Kind zur Jugendfeuerwehr geht.“ Das Hinzukommen von jüngeren Kindern werde zwar mit Sicherheit eine Herausforderung, aber Dank der Aufstellung eines Programms sei man zur Bewältigung bestens gerüstet. (Quelle: Weiler Zeitung, Daniela Buch)